Materialinformationen

Polyethylen

PE oder Polyethylen, ein durch Polymerisation des Gases Ethylen entstehender Kunststoff, ist in Deutschland und Europa der am häufigsten hergestellte Kunststoff.

Polyethylen ist bei der Herstellung als umweltfreundlich bekannt, da keine Schwermetallverbindungen mit Cadmium oder Blei entstehen, die in die Umwelt gelangen könnten. Ebenfalls entweichen keine schädlichen Dämpfe bei der Produktion. Polyethylen ist gesundheitlich unbedenklich. Toxilogisch bedenklich könnten eventuell enthaltene Hilfsstoffe (Additive) sein. Der Anteil an Additiven im Vergleich zu anderen Kunststoffen (wie z.B. PVC) mit ca. 5% ist allerdings geringfügig. 

PE ist physiologisch unbedenklich und praktisch geruchlos und geschmacksneutral. Daher eignet es sich besonders für die Lebensmittelindustrie und die Trinkwasserversorgung. Es ist stoß- und schlagfest, besitzt gute Gleiteigenschaften und nimmt nahezu keine Feuchtigkeit auf. 

Bei der Verbrennung von Polyethylen entstehen Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Wasser und Stickoxide. Der Heizwert von PE ist wie auch bei PP höher als beim Erdöl. PE ist biologisch nicht abbaubar. PE kann im Vergleich zu anderen Kunststoffen (wie PVC, Polystyrol) in Bezug auf Toxikologie und Umweltbelastung bei der Produktion, Verbrennung/Deponierung als wesentlich unproblematischer betrachtet werden. 

Spielwaren, Mülltonnen, Verpackungen, Kabelisolationen, chemiebeständige Auskleidungen, Folien, Plastiktüten usw. werden aus Polyethylen gefertigt. PE ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. 

Polyethylen ist beständig gegen Wasser, vielen Säuren, Laugen und Salzlösungen. Es ist bedingt beständig gegen Öle, Treibstoffe und organische Lösungsmittel. Beim Kontakt mit einigen dieser Substanzen neigt PE je nach Dichtegrad dazu aufzuquellen. Dabei kann es unter Belastung zu Spannungskorosion kommen. Beständigkeitsliste.

PE ist im Gegensatz zu anderen Kunststoffen in der Verpackungsbranche der Kunststoff, welcher für Gefahrgutverpackungen geeignet ist.

Man unterscheidet Polyethylen in zwei Haupttypen:

Hochdruck-PE (LD-PE oder Weich-PE) ist weich und besonders flexibel. Es ist kältebeständig bis -50 ° C und wärmebeständig bis maximal +60 ° C.

Niederdruck-PE (HD-PE oder Hart-PE) ist steifer und abriebfester als Weich-PE. Es zeichnet sich durch eine Kältebeständigkeit bis zu -50 ° C und eine Wärmebeständigkeit von maximal +90 ° C aus.